Im Dominik-Brunner-Haus der Johanniter werden sozial benachteiligte Kinder – meist mit Migrationshintergrund, viele ihrer Familien mit Fluchthintergrund – täglich individuell gefördert. Ziel der pädagogischen Arbeit ist es, die Kinder so zu unterstützen, dass sie eine erfolgreiche Schullaufbahn absolvieren können und in die Gesellschaft integriert werden, so dass

der bestehende Kreislauf aus niedriger Bildung, Armut und sozialer Benachteiligung nachhaltig durchbrochen wird.

Fördermaßnahmen wie schulische Hilfe, Lern- und Sprachförderung sowie motorische, musische und kreative Förderung, aber auch soziales Training greifen hier ineinander. Praktische Alltagsfähigkeiten, wie etwa die gemeinsame Essenszubereitung, Zähne putzen oder Ordnung halten werden in den Gruppen ebenso geübt, wie friedliche Konfliktlösungsstrategien. Einzel-Fördermaßnahmen (z.B. Logopädie, Leseförderung, Ergotherapie) ergänzen das Angebot. Jedes Kind wird von Pädagogen engmaschig schulisch begleitet.

Seit Anfang 2019 unterstützt unsere Stiftung dieses Projekt. In dem Bericht , den wir vom Dominik-Brunner-Haus bekommen haben, sieht man ganz konkret, welche positiven Veränderungen bei den Kindern stattgefunden  haben, seit sie dort betreut werden:

Als G. im Kinder- und Jugendhaus ankam, hatte er riesige Schwierigkeiten in der Schule. Er wiederholte die 6. Klasse zum zweiten Mal und zeigte kein altersentsprechendes Sozialverhalten. Inzwischen hat er erfolgreich die Realschule abgeschlossen und macht eine Ausbildung zum Immobilienfachwirt.

L. ging nicht regelmäßig zur Schule. Er meldete sich oft krank und ging dann spazieren. Durch stetige Übungen und durch Gespräche über seine Lebensziele sowie die Klärung des häuslichen Umfeldes (Mutter trennte sich damals von ihrem Lebensgefährten) wechselte der Junge nach der 7. Klasse auf den M-Zweig.

A. bekam ihre Diagnose zur Förderschule am Anfang der ersten Klasse. Durch gezielte Ergotherapie, grafomotorische Übungen und Lernmappen für das Wochenende konnten die Defizite ausgeglichen werden und der Verbleib an der Grundschule und später an die Mittelschule gesichert werden.

M. fing bei uns an Klavier zu spielen, allein mit Hilfe von YouTube-Videos. Besuche klassischer Konzerte im Rahmen der Betreuungsangebote motivierten ihn und er übt weiterhin fleißig in der Einrichtung

S. konnte sich anfangs überhaupt nicht zu ihren Emotionen äußern. Nach und nach lernte sie, über ihre Gefühle zu sprechen und diese auch zuzulassen. Sie war anfangs sehr scheu, öffnete sich aber zunehmend, unter anderem über die Berührung mit Kunst. Heute begeistert sie sich für Maler wie Hundertwasser und liebt Konzerte im Gasteig. Mittlerweile ist sie sehr gut integriert und treibt Sport in einem Verein.

K. kam mit fünf Jahren aus dem Irak und mit jesidischen Wurzeln nach Deutschland. Er war mit seiner Familie vor dem Krieg geflüchtet und lebte mit seinen vier Geschwistern in einer Zweizimmer-Wohnung. Durch stetige Begleitung der Familie und die emotionale, schulische und soziale Unterstützung des Jungen war ein Wechsel auf die Realschule möglich.

Wir freuen uns sehr für die Kinder und danken die Johanniter für die großartige Arbeit, die sie leisten!

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